Rad- und Fußverkehr sowie Autoverkehr trennen und sicherer machen

Veröffentlicht am 14.05.2024 in Fraktion
 

Die SPD-Gemeinderatsfraktion beantragt:

  1. Den Rad- und Fuß- und Autoverkehr in der Stadt Lörrach baulich grundsätzlich zu trennen und nur ausnahmsweise, wenn aus baulichen oder gesetzlichen Gründen eine Trennung nicht möglich ist, eine gemeinsame Nutzung der Fahrbahn zu erlauben.
  2. Auf der Pendlerroute West anlässlich der anstehenden baulichen Veränderungen entlang der Wiese baulich getrennte Rad- und Fußwege anzulegen, geeignete Maßnahmen zur Gewährleistung der Verkehrssicherheit der Fußgänger vorzunehmen, Zebrastreifen und/oder Lichtzeichenanlagen zum sicheren Queren des Radweges (Pendlerroute West) zur S-Bahn sowie in die Wohngebiete anzubringen.
  3. Zwischen Haagen und Hauingen den Radverkehr vom Autoverkehr zur trennen und einen sicheren Radweg von der Hauinger Straße (Haagen) in die Unterdorfstraße (Hauingen) einzurichten. 

Begründung:

Zunehmend steigen Menschen aufs Velo um und / oder gehen zu Fuß. Das ist eine wünschenswerte und unterstützungswerte Entwicklung. 

Allerdings hat die Schnelligkeit im Radverkehr durch den wachsenden Anteil an E-Bikes erheblich zugenommen. Vielfach verlieren Radfahrer aber das Gefühl für ihre Geschwindigkeit. Hinzukommt, dass die Stadt Lörrach den Radfahrern oft Vorfahrt einräumt, ohne gleichzeitig den Schutz der Fußgänger durch geeignete Maßnahmen zu gewährleisten. So wurde durch die Änderung der Vorfahrtsregelung zugunsten der Radfahrer auf abschössiger Strecke durch die Wiesestraße (Pendlerroute West im Bereich Haagen) zur gefährlichen Rennstrecke. Dadurch kommt es gehäuft zu Konflikten und gefährlichen Situationen. Fußgänger können schnell herannahende Radler nicht rechtzeitig erkennen und reagieren. Radfahrer pochen auf „ihren Radweg“ um schnell an ihr Ziel zu kommen. Die Querung des Radweges wird von Fußgängern als gefährlich wahrgenommen. Radfahrer nutzen ohne abzusteigen den als Fußweg ausgewiesenen Weg in beide Richtungen.

Auf der Pendlerroute West müssen auf dem Teilstück ab der Eisenbahnstraße/Wiesebrücke zur S-Bahn derzeit Zufußgehende und Radfahrende den schmalen Weg in beide Richtungen bis nach Tumringen und darüber hinaus teilen. Dies führt täglich zu gefährlichen Situationen, zumal es kaum Ausweichmöglichkeiten gibt. Ältere, Kinder und Menschen mit Handicaps sind besonders gefährdet.

Auf der Pendlerroute West, als auch auf den anderen Radwegen in der Stadt, kommt es mangels Trennung der Verkehre immer wieder zu Gefährdungen.

Dem trägt die vorhandene Infrastruktur keine Rechnung. Deshalb sollen der Rad- und Fußverkehr getrennt und für Radfahrer und Fußgänger sicherer gemacht werden. Die von der Verwaltung zwischenzeitlich eingenommene Haltung zum Bau gemeinsam genutzter Verkehrswege, wird angesichts der erlebten Realitäten und offenkundigen Gefährdung von Fußgängern, als nicht verantwortbar abgelehnt.

Der Radweg zwischen Haagen und Hauingen wird seit vielen Jahren, im Gemeinderat und auch im Ortschaftsrat, immer wieder thematisiert und eingefordert. Die Velofahrer sind hier besonders gefährdet, da weder ein durchgängiger Fußweg, noch ein Radweg existiert. Radfahrer werden von den Autofahrern auf diesem Straßenstück regelmäßig abgedrängt und fühlen sich gefährdet. Die Straße wird von radelnden Schülern und Pendlern gerne genutzt.

Verzichtbar ist der Radweg entlang dem Gewerbekanal in Haagen. Obwohl bereits mehrfach der Stadtverwaltung und gegenüber unterschiedlichen Fachbereichen kommuniziert, werden für diesen Radweg, den niemand braucht, immer noch weitere Grundstücke erworben. Auf diesen Radweg kann verzichtet werden. Nicht jedoch auf den seit Jahrzehnten geforderten Radweg von Haagen nach Hauingen.

Die Radinfrastruktur bedarf insgesamt einer Verbesserung unter Berücksichtigung der Verkehrssicherheit und Belange aller Verkehrsteilnehmer.